Tioman wurde 1970 zu einer der 10 schönsten Inseln der Welt
gekürt. Auf der Insel hatten wir einen kleinen Bungalow inmitten einem schönen
Garten. Endlich konnten wir richtig im Urlaub ankommen.

Direkt am ersten Tag
ging das Rollerabenteuer los und wir sind über die Insel gefahren. An einen
einsamen Strand auf der anderen Seite. Die Fahrt ging über extrem steile
Straßen und wir waren froh, als wir wieder sicher in Juara ankamen. Dort hat
ein wunderschöner Strand mit riesigen Wellen auf uns gewartet. Kaum vom Roller
abgestiegen ging es für uns sofort ins Meer. Auf dem Heimweg ging es sehr steil
und sehr lange bergab. Irgendwann kam nur ein „Ähh ich glaube die Bremse
funktioniert nicht mehr“, ich dachte erst Julian verarscht mich, aber die
rechte Bremse ging wirklich nicht mehr. Gott sei Dank ging wenigstens die linke
Bremse noch und wir sind sicher unten angekommen. Zurück im Bungalow haben wir
von anderen mitbekommen, dass sie das gleiche Problem hatten.

Wir haben die ganze Insel mit dem Roller erkunden, soweit es
möglich war da es nur eine Straße gab. Irgendwann hat die Straße aufgehört und
wir standen vor einer Schranke zu einem Resort. Wir wollten aber zu einem
Strand der dahinter lag. Nachdem wir kurz mit dem Security Man geredet haben
und er irgendwas Unverständliches von „Walk walk“ geredet hat, hat er uns letztendlich
durchgelassen und gesagt, dass wir nur zu dem Strand gehen dürfen uns sonst
nirgends. Das Resort war unglaublich groß und hatte sogar einen Golfplatz.
Irgendwann ist die Straße einfach in einen Feldweg verlaufen und wurde immer
schmaler. Es war unmöglich mit dem Roller weiterzufahren, also ging es zu Fuß
weiter, in der Hand unser Schnorchel Equipment. Kurz darauf sind wir an einen
wunderschönen einsamen Strand gekommen, wir wollten allerdings noch weiter,
hatten aber keine Ahnung wie lange es dauert um zu dem Strand Paya zu gelangen.
Wir hatten gelesen, dass Paya der schönste Strand der Insel ist. Wir hätten nie
gedacht, dass es so extrem durch den Dschungel geht. Nach gefühlt 200
Höhenmetern über Stock und Stein waren wir irgendwann am höchsten Punkt. Den
Weg konnte man nicht mehr wirklich erkennen und unsere Klamotten waren schon
völlig durchnässt. Irgendwann waren Affen neben uns und wir wurden etwas
stutzig, ob wir richtig laufen. Nach 30 Minuten im nirgendwo kamen wir zu einem
kleinen Strandabschnitt. Von dem Strand waren wir extrem enttäuscht. Wir hätten
also in der Mittagshitze den gleichen Weg wieder zurück laufen müssen, da es
sonst keine Straßen sondern nur Seetaxis gab. 10 Euro ärmer kamen wir wieder am
Turtle Beach in der Nähe von unserem Roller an, nachdem wir uns ein Boottaxi
genommen haben. Den restlichen Tag haben wir dann an einem anderen Strand, dem
ABC Beach verbracht und sind den ganzen Tag geschnorchelt.

Leider hatten wir völlig vergessen unseren nächsten Bus zu
buchen und mussten Abends merken, dass für den nächsten Tag schon alles
ausgebucht ist. An der Rezeption konnte man uns nur erklären, wie wir mit dem
Taxi in die eine Stadt und ab da ein Local Bus nehmen sollten. Zufälligerweise
standen 2 Malaien an der Rezeption und haben unser Gespräch mitbekommen. Sie wohnen
in Malacca und fahren morgen nach Hause, sofort haben Sie uns angeboten uns
mitzunehmen. Nach kurzen Überlegungen, ob wir einfach mit fremden Leuten
mitfahren haben wir uns aber dazu entschieden ihr Angebot anzunehmen. Am
nächsten Tag ging es also los. Wir hatten keine Ahnung, was für ein Auto sie
haben, ob sie überhaupt ein Auto haben oder mit dem Motorrad unterwegs sind.
Glücklicherweise hatten sie einen brandneuen Toyota mit der besten Ausstattung.
Die drei haben auf der Insel gearbeitet und sind scheinbar App Entwickler. Sie
haben uns den ganzen Tag zum Essen eingeladen und darauf bestanden, uns direkt
bis vor die Tür vom Hotel zu fahren. Wir waren in irgendeinem Restaurant am
Rande der Straße, wo alles nur in chinesischen Schriftzeichen stand, wir hatten
keine Ahnung was es zu Essen gibt. Es wurde einfach Essen bestellt, alles wurde
in die Mitte gestellt und geteilt. Das Essen war bisher das Beste, welches wir
in Malaysia hatten! Im Auto sollten wir Ihnen deutsche Musik zeigen. Die drei waren
super nett und wollten keinen einzigen Cent von uns.
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