Durch den Dschungel - Cameron Highlands
Wandern, wandern, wandern. Das war unser Plan für die Cameron Highlands. In den Cameron Highlands wird vor allem Tee angebaut. Außerdem ist die Region bekannt für Erdbeeren. Hier ist es relativ kalt (20°C) und wir müssen alle Klamotten die wir dabei haben übereinander anziehen. Gerards Place, unser Hotel liegt auf einem Berg und hat sogar einen Balkon mit wunderschönem Ausblick auf die Berge.
Von der Stadt Tanah Rata aus kann man 5 km an der Straße entlang zu den Teeplantagen im Süden laufen. Das haben wir gleich am ersten Tag gemacht. Allerdings waren wir ein wenig überrascht von dem Ansturm. Das erste Cafe war eher eine Tankstelle und hatte Kantinenflair, es war unglaublich viel los. In Malaysia sind momentan Schulferien und die Einheimischen Familien sind alle im Urlaub. Wir hatten den Tipp direkt zum zweiten Teehaus zu laufen, dort hatten wir Glück und es war viel weniger los. Wir konnten einen super Platz ergattern und haben wirklich einen der besten Tee`s getrunken. Uns war nicht klar, dass es da so große Unterschiede gibt.Cameron Highlands sind auch für die unterschiedlichsten Wanderwege bekannt. Einige kann man selbstständig laufen, für andere ist ein Guide empfehlenswert.
Wir haben uns für einen Guide entschieden und sind durch den Dschungel auf einen Berg, den Gunung Jasar gelaufen. Uns wurde davor nicht gesagt, dass man erfahren im Wandern sein sollte. Der Weg war sehr anspruchsvoll und teilweise ging es nur durch Gebüsch oder es war kein Weg mehr erkennbar.Unser Guide hat uns währenddessen alles über die Flora und Fauna erzählt. Er war super und ihm ist wirklich alles aufgefallen. Bei der Wanderung ist er immer wieder stehen geblieben, um uns auf eine bestimmte Pflanze aufmerksam zu machen und hat uns da bei alles über diese erzählt. Wir haben die Blätter von schwarzen Peffer probiert und alle möglichen Heilpflanzen gesehen zum Beispiel Tiger Balm oder auch einen Pilz, der derzeit für die Krebsforschung erforscht wird. Außerdem haben wir eine Rattan-Pflanze gesehen.
Auf dem Hinweg sind wir über einen abgetragenen Berg gelaufen, hier sollten Häuser gebaut werden. Allerdings sind alleine die Grundstückspreise so teuer, dass es sich kein Einheimischer leisten kann. Deswegen stehen die Bauplätze nun schon seit 10 Jahren leer. Außerdem muss eine Familie ihren Garten aufgeben, den sie schon seit 30 Jahren besitzen und mit Liebe angelegt haben. Der Garten gilt im Dorf als Gemeinschaftsgarten und alle Einheimischen haben sich regelmäßig dort getroffen. Die Familie sollte sogar noch Geld an die Regierung, für die Arbeiten der Anwälte zahlen.
Am letzten Tag in Tanah Rata ging das Rollerabenteuer wieder los und wir sind zu anderen Teeplantagen gefahren. Hier war es viel schöner und wir waren fast die einzigen. Die Landschaft war atemberaubend, überall wurde Tee angebaut und teilweise wurden die Blätter noch per Hand gepflügt.
Abends haben wir uns an ein typisches Abendessen der Region getraut. Unsere Guesthouse Besitzerin hat uns ihr liebstes Steamboat Restaurant empfohlen und wir hatten Glück den letzten nicht reservierten Platz zu bekommen. Steamboat ist ähnlich wie Fondue und es wird roher Fisch, Fleisch und Gemüse in eine Brühe gelegt. Wir waren uns immer unsicher, wann der Fisch oder das Fleisch gar ist und haben es glaub ich viel zu lange in der Brühe gelassen. Es war lecker aber wird nicht unser Lieblingsgericht werden, vor allem war es mit 12 € extrem teuer und leider auch etwas wenig. Danach haben wir uns noch bei unserem Lieblings-inder ein Naan Brot geholt.

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