Elefantencamp in Kalaw


Wir haben Elefanten gewaschen! Als verspätetes Geburtstagsgeschenk für Marie sind wir in ein Elefantencamp in Kalaw gefahren. Das Elefantenreservat liegt im Dschungel in der Nähe von Kalaw, es nennt sich Green Hill Valley. 

Die Familie kauft der Regierung Elefanten ab, um ihnen ein schönes Leben ohne Arbeit bieten zu können. Die Elefanten müssen Holz aus den Wäldern tragen und werden nicht artgerecht behandelt. Das Camp wurde von einem Tierarzt gegründet, um vor allem den älteren Elefanten eine schöne Rente zu ermöglichen. Die Besucheranzahl hat täglich ein Limit, damit die Elefanten nicht zu gestresst werden. Außerdem hat jeder Elefant zwei Mahuts, seine eigene Bezugsperson. Zurzeit sind es sieben Elefanten in dem Camp. Der Tierarzt begutachtet jeden einzelnen Elefant fast täglich und führt Buch darüber. Die Elefanten sind von ca. 10 Uhr bis 15 Uhr im Camp und bekommen vorbereitetes Essen, sowie benötigte Medizin. Danach können sie wieder frei in den Dschungel gehen. Sehr schön zu sehen war, dass ein Elefant, welcher schlecht kauen konnte sogar extra weiches Essen von seinem Mahut gekocht bekommen hat.

Wir haben als Einführung viel über das Camp und die Elefanten erfahren können, danach konnten wir sie unter anderem mit Kürbis füttern. Als Highlight durften wir mit einem Elefanten im Fluss baden! Elefanten sind täglich bis zu zwei Stunden im Wasser, weil sie nicht schwitzen können. Im kalten Fluss kühlen sie ihre Körpertemperatur runter. Es war ein unglaubliches Erlebnis mit einem drei Tonnen schweren Elefant in einem Fluss zu baden und ihn zu waschen. Man hat richtig gesehen, wie gut es ihm gefallen hat. Hier hat man gemerkt, wie fest und rau die Haut des Elefanten ist. Wir haben den Elefanten mit getrockneten Kokosfäden geschrubbt, um die Parasiten und den Schmutz auf der Haut runterzubekommen. Der Mahut macht das täglich.

Danach hatten wir Zeit mit dem Tierarzt persönlich zu sprechen und wir konnten ihn alles fragen, was wir schon immer mal über Elefanten wissen wollten. Im Anschluss gab es ein unglaublich gutes Mittagessen auf einer Terrasse im Dschungel. Das Camp stellt außerdem aus den Ausscheidungen der Elefanten Papier her. Die Herstellung konnten wir danach noch miterleben. Wir wussten beide nicht, dass so etwas möglich ist. Außerdem darf jeder Besucher im Camp einen Baum pflanzen, um so die abgeholzten Wälder etwas zu kompensieren.



Alles in allem ist das Camp wirklich zu empfehlen. Hier merkt man wie liebevoll die Menschen mit den Tieren umgehen und das sie nicht nur wegen dem Tourismus  gehalten werden. Das Reiten der Elefanten ist hier auch verboten. Außerdem werden immer nur Zweiergruppen zu den Elefanten gelassen. 



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