Motorradtour auf dem Land

Wir konnten das echte Landleben miterleben und haben unglaublich viel über das Land und seine Kultur gelernt. Dalat ist in den Bergen gelegen und wir hatten endlich wieder kälteres Klima.
Die Sonne ist noch nicht richtig aufgegangen, da schlich sich Marie schon aus dem Hotelzimmer. Es sollte Kuchen für das Geburtstagskind geben. Die Aufgabe hat sich allerdings als relativ schwer erwiesen, da hier normalerweise Suppe zum Frühstück gegessen wird. Die Mission war nach einer längeren Suche aber erfolgreich, es gab Kuchen!

Um 8:30 Uhr ging es bereits los. Wir wurden von zwei Tourguides (Hoan & Bun) mit dem Motorrad vom Hotel abgeholt. Sie haben uns das echte Landleben versprochen und das Versprechen konnten sie halten.

Am Anfang waren wir etwas skeptisch, bei zwei unbekannten auf das Motorrad zu steigen aber diese Skepsis konnten wir nach den ersten Metern ablegen. Die zwei sind wirklich sehr vorsichtig gefahren und haben auf uns Motorradneulinge Acht gegeben.
Der Erste Stopp war bei einem buddhistischen Tempel. Hoan hat uns viele Einblicke in den Buddhismus geben können und uns spannende Einzelheiten erzählt. Die lustige Fahrt ging durch die wunderschöne Natur weiter zu einem kleinen Berg. Diesen konnten wir nach oben wandern und von dort die Aussicht genießen. Danach sind wir ein kleines Bergdorf gefahren und hatten die Möglichkeit die Einheimischen in ihren Wohnzimmern besuchen zu können. Es war erschreckend zu sehen, wie sie auf dem Land leben. In einem Raum standen drei Betten mit Moskitonetzen und im gleichen Zimmer wurde gearbeitet. Wir konnten eine Familie kennenlernen, die Bambuskörbe herstellt und eine andere Familie, die Seidenwürmer an die Seidenfabrik verkauft. Außerdem konnten wir beobachten, wie Krebse aus einem kleinen Flussbett gefischt wurden.
In der Seidenfabrik angekommen wurde aus den Würmern Fäden gemacht. Das war faszinierend zu sehen. Am Anfang konnten wir uns nicht vorstellen, wie daraus mal ein fertiges Hemd gemacht wird. Die Seidenwürmer werden zum Schluss frittiert, viele Vietnamesen essen diese als Proteinquelle. Wir haben auch zwei Seidenwürmer gegessen. Die Vorstellung war komisch aber geschmeckt haben sie ganz gut.

In diesen 8 Stunden konnten wir das Landleben miterleben und haben einen kleinen Einblick bekommen. Hoan und Bun waren sehr freundlich und hatten viel zu erzählen. Bei einem gemeinsamen Mittagessen wurden viele typisch vietnamesische Spezialitäten aufgetischt und wir haben einfach drauf los gegessen, ohne zu wissen, was es wirklich ist. Während dem Motorradfahren hat man die Natur nochmal ganz anders wahrgenommen.


Am Abend haben wir das unterschiedlichste Streetfood probiert und die Atmosphäre genossen. Es war ein Feiertag und unglaublich viele Vietnamesen waren auf den Straßen überall war Musik und es wurde gefeiert. Marie wurde sogar gefragt, ob sie ein Foto mit einer Frau machen kann, weil wir anscheinend sehr anders ausschauen ;P




Überall wurden Stände aufgebaut














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