Bestes Hotel in Hue

Hue liegt noch in der Mitte von Vietnam und wir haben auf dem Weg in den Norden hier eine Nacht als Zwischenstopp eingelegt. Das Hotelzimmer hat uns richtig aus den Socken gehauen.

Nach einer drei stündigen Busfahrt kamen wir in gegen Nachmittag in Hue an. Auf der Busfahrt haben wir wieder lustiger Weise alte Bekannte getroffen. In Hue angekommen wurden wir – wie immer- direkt an der Bustür von Motorradfahrern & Taxifahrern belagert. Diese konnten wir routiniert abwimmeln und uns aus der Masse befreien und zum Hotel laufen.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten haben wir das Hotel "la perle" endlich gefunden. Uns wurde die Tür geöffnet und wir standen in einem nagelneuen Eingangsbereich, sofort wurden uns unsere Backpacks abgenommen und wir sollten uns an einen der Tische setzten. Keine zwei Sekunden später standen zwei Drinks und ein Früchteteller vor uns. Plötzlich kommt ein Vietnamese auf uns zu und spricht uns auf Deutsch an, wir waren völlig perplex. Der Hotelmanager kommt aus Deutschland und möchte hier ein Hotel mit westlichen Standards eröffnen. Das Hotel hat offiziell noch nicht eröffnet aber empfängt teilweise schon Gäste, weil die Nachfrage so groß ist. Er hat uns ausführlich alles über die Stadt erklärt, außerdem konnten wir uns immer kostenlos frische Früchte nehmen und unser Wasser auffüllen. Was für ein Service & das für 12 Euro! Als er dann noch gesagt hat, dass wir ein kostenloses Upgrade bekommen  war alles perfekt. Das Zimmer war riesig und alles nagelneu! Endlich hatten wir mal wieder eine einigermaßen weiche Matratze, sonst schläft man hier immer wie auf dem Fußboden.
Abends haben wir den Manager noch nach einem Geheimtipp für günstiges Essen gefragt und haben einen kleinen Spaziergang am Fluss gemacht. Eigentlich wollten wir nur schnell etwas essen gehen und früh schlafen, damit wir den halben Tag die Stadt erkunden können. Am Restaurant angekommen haben wir uns erstmal die Karte angeschaut und kurz auf Deutsch geredet, ob wir hier bleiben. Plötzlich fängt der Kellner an mit uns Deutsch zu reden. Wir konnten es gar nicht glauben, eigentlich kann niemand Englisch und hier sprechen so viele Deutsch. Die Entscheidung fiel uns also leicht und wir haben uns etwas zu essen bestellt. Neben unserem Tisch standen dann unerwarteter Weise wieder die alten Bekannten aus dem Bus und der Abend wurde etwas länger. Nach einigen Bieren kamen wir doch später als gedacht zurück in das Hotel.

Das kostenlose Frühstück hat uns fit in den Tag starten lassen, wir konnten uns aus der Karte so viel bestellen, wie wir wollten. Also gab es erstmal Vietnamesischen Kaffee, Fruchtshakes, Pfannkuchen, Joghurt, Omelett und einen Früchteteller. Pappsatt ging es Richtung Stadt, nachdem wir wieder 10 Motorradfahrer abschütteln mussten sind wir an unserem Ziel angekommen. Wir wollten die Zitadelle besichtigen. Hier hat früher der Kaiser mit seiner Familie gewohnt. Der Eintritt war teurer als erwartet, aber es hat sich gelohnt. Das Areal war sehr weitläufig und noch ziemlich gut erhalten. Es hatte heute allerdings 37 °C und wir sind fast zerlaufen. Alle 15 Minuten gab es eine Pause und wir sind zickzack im Schatten gelaufen. Nach anstrengenden vier Stunden sind wir noch einen Kaffee trinken und ein Avocado Eis probieren gegangen und wieder zu unserem Lokal von gestern Abend. Der Bus ging um 17 Uhr weiter nach Ninh Binh, 600 km weiter nördlich. Glücklicherweise konnten wir solange im Hotelzimmer bleiben und uns vor der nächtlichen Busfahrt frisch machen. 

Die Nachtbusse  sind extrem bequem und man kann relativ gut schlafen, um 5 Uhr frühs wurden wir etwas unsanft in Ninh Binh am Highway rausgeschmissen und mussten uns ein Taxi zu unserem nächsten Hotel nehmen.




















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