Treppen & Regen = keine gute Kombination

 Ein verrückter Tag geht zu Ende. Immerhin konnte Google Übersetzer uns weiterhelfen.

Am Morgen ging es wieder von Phnom Penh in Richtung Vietnam. Wir hatten Glück und konnten am Abend noch ein Boot nach Vietnam buchen. Um 8 Uhr ging es los und wir sind über den Mekong in Vietnam eingereist. Wir hatten das Boot fast für uns alleine und konnten uns draußen den Wind um die Nase wehen lassen. Die Bootsfahrt auf dem Mekong war beeindruckend. Man hat wirklich gemerkt, dass der Mekong eine wichtige Rolle im Leben der umliegenden Familien eingenommen hat. Hier wurde geduscht, die Wäsche gewaschen, die Kühe gewaschen, Reis gewaschen, gefischt und alles mögliche transportiert. All das konnten wir entspannt fünf Stunden von dem Boot aus beobachten. Der Grenzübergang war unvergleichbar, es sah eher aus wie ein Botanischer Garten und es saß ein Mann an dem Schalter. Zur Einreise in Vietnam wurden nur unsere Pässe an den Schalter gebracht und wir konnten im Boot warten. Es hätte also theoretisch jeder im Boot sitzen können.

Im Vietnam angekommen ging es mit dem Bus weiter zu unserem ersten Ziel im Vietnam. Hier haben wir Can Tho ausgewählt. Aus dem Boot raus wurden wir in einen Warteraum geschickt. Es war inzwischen 14 Uhr und wir hatten nur Toast gefrühstückt, allerdings hatten wir noch keine Vietnamesische Währung um uns etwas essbares zu kaufen. Unser Ticket haben wir dem Busfahrer gegeben und sind in den Minibus eingestiegen. Es konnte uns aber keiner verstehen, weil wirklich alle kein Wort Englisch konnten. Nach 10 Minuten blieb der Bus einfach stehen und alle sind ausgestiegen, wir haben es den anderen einfach nachgemacht und sind auch ausgestiegen.

Am Busbahnhof gestrandet haben wir versucht uns den weiteren Weg zu planen. Eigentlich hatten wir den Bus schon bezahlt, aber kein Ticket mehr in der Tasche. Die Geschichte kannten wir schon von Bali und wir dachten wir wurden wieder verarscht. Also haben wir versucht zu erklären, dass wir bereits bezahlt haben, wir konnten immer nur Ticket Ticket verstehen. Irgendwann kam ein anderer Vietnamese und hat uns ein Busticket in die Hand gedrückt. Okay erste Hürde geschafft.
Den richtigen Bus haben wir auch bekommen. Um uns herum nur Vietnamesen, der Busfahrer hatte es sehr eilig und die Hupe war sein Lieblingswerkzeug. Nach zwei Stunden hielt der Bus an und der Busfahrer hat etwas auf vietnamesisch gesagt. Das konnten wir natürlich alles verstehen, alle anderen sind raus und wir haben es nachgemacht. Alle haben sich gemütlich in ein Restaurant gesetzt und geschlemmt. Inzwischen war es 17 Uhr und wir hatten noch nichts zu essen und immernoch kein Geld. An dem Stopp haben wir verzweifelt nach einem ATM gesucht und auch einen gefunden! Allerdings war wahrscheinlich keine Zeit mehr um etwas zu essen, wir wussten ja nicht wielange wir halten. In letzter Sekunde konnten wir noch einen Straßenstand erblicken und haben uns zwei Banh Mi geholt, Baguette mit Schweinefleisch, Gemüse und verschiedenen Soßen. Das war Rettung in letzter Sekunde.

Am Busbahnhof in Can Tho angekommen  hat es geregnet und alle Taxifahrer sind auf uns zugerannt und wollten uns ein Taxi andrehen. Wir hatten aber noch zwei Tickets in der Tasche, also konnten wir irgendwann die Taxifahrer abschütteln und sind in den Busbahnhof reingekommen. Mit Zeichensprache und Googleübersetzer konnten wir uns verständigen, wir sollten 10 Minuten warten und dann käme ein Bus der uns zu unserem Hotel bringt. Irgendwann wurden alle wieder aufgeregt und wir wurden mit nach draußen gezogen und an den nächsten weitergegeben. Hier stand ein Bus bereit in den wir schnell einsteigen sollten. Also schnell die nassen Treppen runter und einmal schön den Boden küssen. Marie hat davor schon gesagt, dass die Treppen sehr rutschig sind und dann rutscht sie die Treppen mit Backpack einmal nach unten. In dem Moment konnte man nur aufgeregte vietnamesische Laute hören und gleich vier Leute haben ihr hoch geholfen. Dank dem Backpack als Schutz ist nichts weiter passiert und wir konnten endlich zum Hotel gefahren werden.

Im Hotel angekommen konnten wir uns endlich etwas zu essen kaufen. Wir sind kurz in den Seitenstraßen herumgelaufen und konnten einen kleinen Straßenstand entdecken, bei dem viel los war. Es gab Bun Cua, wir hatten keine Ahnung was das ist aber haben gleich mal zwei bestellt. Alle haben uns sehr interessiert angeschaut, weil sich wahrscheinlich nicht sehr oft so weiß ausschauende Menschen hierher verirren. Bun Cua ist eine Suppe mit Gemüse, Nudeln und undefinierbaren Fleisch. Wir denken es waren Innereien, können aber auch über Google nichts herausfinden. Marie hat es geschmeckt und Julian ist jetzt noch schlecht.
Abendessen










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