Giganten der Meere



Heute ging es mal wieder aufs Schiff doch diesmal mit keinem richtigen Ziel, sondern der Weg war das Ziel. Wir wollten die größten Tiere der Welt in ihrem natürlichen Umfeld besuchen. Da zurzeit Walsaison ist, ist es der perfekte Zeitraum um diese Giganten mit Sicherheit anzutreffen.



So sind wir gleich früh zum nächsten Hafen aufgebrochen um auf eines der zahlreichen Whale watching Boote zu gelangen. Glücklicherweise war die Tour nicht wirklich ausgebucht und so hatten wir mit einer überschaubaren Gruppe ein doch recht großzügiges Schiff. 

Als erstes sind wir ein ganzes Stück aus dem Hafen von Hervey Bay raus gefahren. Nach nur wenigen Minuten gab es erst mal Morning tea. Wir hatten eigentlich erst gefrühstückt, aber bezahlt war es schon also gleich noch mal ein zweites Frühstück reingeschaufelt. Der Captain hatte einige Spots die er angefahren ist und dort immer nach Walen ausschau gehalten hat. 

Am Anfang hat man meist nur eine scheinbar kleine Flosse irgendwo im Wasser beobachten können doch umso näher sich das Schiff an diese „Kleine“ Flosse ran gepirscht  hat, desto deutlicher hat man ihre Ausmaße erkannt.  Das Schiff hat dann gestoppt und trieb nur noch im Wasser, so dass die Wale sich an das Boot gewöhnten und immer näher kamen. Nun konnte man auch erkennen was das für eine Flosse war die immer wieder aus dem Wasser kam um dann wieder mit viel Schwung auf die Wasseroberfläche klatschte. Es war einfach nur unglaublich wie groß diese Flossen waren, doch viel mehr sah man bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Nach einer Weile kamen die Wale immer näher ans Boot heran und gerade wenn der Captain den Motor startete um etwas näher heran zu fahren oder das Boot zu drehen sah es so aus als würde das den Walen gefallen und sie kamen zum Boot zurück.  Dann war es soweit, die Wale kamen direkt ans Boot und tauchten darunter hindurch. Dies war wirklich ein WOW-Effekt zum ersten Mal  konnten wir die waren Dimensionen dieser Tiere erkennen und es war schlicht weg Atemberaubend! 


Oft waren es einfach nur  riesige Schatten die direkt vor uns unter dem Boot  herauskam  und wir sind von einer Seite auf die andere Seite vom Boot gelaufen um so lange wie möglich die Wale im Auge zu haben.  Nach ca. 15 Min hat der  Captain dann einen Funkspruch erhalten das irgendwo ein Wal sein soll, der immer wieder aus dem Wasser springt und so hat er die Motoren angeworfen und ist losgedüst in Richtung nächsten Walspot. Dort angekommen sah man erstmal nichts außer Wasser doch dann konnte man wieder Flossen erkennen. Diesmal handelte es sich um eine Mutter mit Ihrem Kind. Wir haben nun auch erfahren was für ein Glück das ist eine Mutter mit ihrem Kind zu erblicken,  da die Mutter ihr Baby bis zu 16 Stunden mit 700 Liter Milch am Tag füttert!!  Nun konnten wir die beiden aber an der Wasseroberfläche bewundern, wie sie immer wieder mit ihren Flossen auf die Wasseroberfläche trommeln. Es schien so, als wollte die Mutter es ihrem Schützling beibringen, diese Unterrichtsstunden war toll zu beobachten. Nach ein paar weiteren Schlägen und Tauchgängen unter unserem Boot hindurch konnten wir dann auch sehen wie der kleine Wal fast komplett aus dem Wasser sprang. Wir schauten das Spiel der kleinen Walfamilie eine ganze Weile an ehe wir wieder weiter fuhren.  
 Die Zeit verging bei diesem Trip wirklich rasend schnell und nun war auch schon Essenszeit. Das Mittagessen war wieder bei der Tour Inklusive und so konnten wir uns am großen Salatbuffet bedienen. Außerdem gab es noch verschiedene Wurst- und Käsesorten aber auch kalte  Hähnchenteile. Endlich mal wieder Fleisch! Gerade hatten wir unseren Teller am Buffet gefüllt und saßen an einem der Tische ging es los! Die Leute eilten zu den Fenstern und raus ins Freie. Man hörte nur noch viele AAAHs und OOOHHs. Zunächst blieben wir sitzen, weil wir wirklich hungrig waren doch nach einer Weile hielten wir es nicht mehr aus und eilten ebenfalls zu den Fenstern.  Da waren sie, zwei  riesige Wale direkt aber wirklich DIREKT an unserem Boot. Sie schienen unser Boot wirklich zu lieben, da sie gar nicht mehr von uns weg kamen. Die beiden tauchten immer wieder unter das Boot und wenig später kamen sie wieder auf unserer Seite heraus und streckten ihren Kopf aus dem Wasser. Sie waren wirklich unglaublich nah und wir konnten nun wirklich zwei richtig große Wale bewundern, wären da nicht noch die vollen Teller auf unserem Tisch. Also sind wir wieder zu Tisch haben dann doch recht zügig unsere Teller geleert (Julian vielleicht eeeetwas schneller als Marie;P)  und dann ging es zurück ins Freie um die beiden Besucher weiter zu begutachten.  Da das Wasser schön klar war und die Wale nicht von unserem Boot wichen konnten wir wirklich jedes Detail an ihnen sehen und vor allem ihre gigantischen Ausmaße super erkennen. Der Captain meinte dann,  dass diese Tiere ca. 16 Meter lang und 30 Tonnen schwer waren, das hieß die Tiere waren schwerer als das Boot auf dem wir fuhren. Es gab auch noch Unterwasserfenster, hierzu ging man ein paar kleine Treppen Unterdeck und dort war ein kleiner Raum mit Fenstern die das Unterwasserleben zeigten. Zuerst sahen wir nichts außer Wasser doch dann als wir gerade schon wieder gehen wollten kamen die zwei Wale direkt vor unser Fenster, dort konnte man die Ausmaße richtig sehen. Nun nach fast 6 Stunden auf See war leider die Zeit gekommen wieder Richtung Heimathafen aufzubrechen. Es war wirklich eine tolle Zeit und auch Julian hat wiedermal  einen Bootsausflug überstanden dank der  Pillen gegen Seekrankheit;)





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