Die letzten Tage mit Harry


Noosa Nationalpark

An der Sunshine Coast angekommen war das Wetter leider nicht ganz so sonnig. Von Hervey Bay aus haben wir uns auf unsere letzte lange Autofahrt (4 Stunden, 250 km) nach Noosa gemacht. Noosa ist eine kleine Surferstadt und wird oft mit Saint Tropez verglichen. Nach der langen Autofahrt standen wir erstmal auf einem Parkplatz nahe der Hauptstraße und mussten uns kurz hinlegen und etwas essen.


Dann konnte es wieder weiter gehen und wir sind durch die Einkaufsstraße geschlendert. Unsere erste Fußgängerzone in Australien, hier hat so gut wie keine Stadt eine Fußgängerzone und eine Einkaufsstraße gibt es meistens auch nicht. Alles ist in klimatisierten Shoppingcentern oder außerhalb der Stadt gelegen. Die Schlafplatzsuche hat sich hier schwer gestaltet, weil wir etwas Stadtnahes gesucht haben und eine Dusche wollten aber wir konnten durch unsere (normalerweise) super hilfreiche App nur überteuerte Campingplätze finden. Außerhalb konnten wir dann einen super Campingplatz für 10 Dollar insgesamt und 2 Dollar für eine heiße Dusche finden. Dort standen wir auf einer rießigen Wiese ganz alleine. 
Eumundi Markt

Am nächsten Tag ging es dann zu dem größten Markt in Queensland nach Eumundi. Nach der etwas schwierigen Parkplatzsuche konnten wir dann doch noch durch den Markt schlendern. Auf dem Markt gab es hauptsächlich Früchte, Kunst und ganz viele Essensstände. Unsere einzige Errungenschaft war dann aber doch nur ein Insektenspray, weil die Mücken uns hier auffressen. Am Nachmittag ging es dann zum Noosa Nationalpark, ein bisschen spazieren gehen und die Aussicht genießen. Dort haben wir total unerwartet auch einen Koala auf einem Baum gesehen. Das Wetter war leider nicht das beste, deswegen sah die Aussicht nicht so spektakulär aus. 

Glasshouse Mountains
Für die Nacht haben wir uns einen Schlafplatz in der Nähe der Glasshouse Mountains ausgesucht, weil wir am nächsten Tag nicht mehr so weit fahren wollten. Der Schlafplatz war ein Parkplatz neben der Straße, mitten im Wald. Normalerweise waren die Öffentlichen Toiletten überall erstaunlich sauber, bis zu diesem Schlafplatz. Auf den Toiletten hat es von Spinnen und Dreck nur so gewimmelt, sodass man diese nicht mal betreten konnte. Hier hat es dann über die Nacht so viel geregnet, dass wir in einem See aufgewacht sind. Harry hat es aber geschafft uns wieder an Land zu bringen.
Mount Ngungun
Mount Ngungun
Frühs ging es dann in den frühen Morgen Stunden zu den Glasshouse Mountains. Wir haben uns schon einen Berg (Mount Ngungun) rausgesucht, auf den wir laufen wollten, sind aber nochmal zu der Information um die Gegebenheiten zu erfahren, weil es die letzte Nacht stark geregnet hat. Der Mann an der Info hat uns dann gesagt, dass es etwas rutschig sein kann aber trotzdem sicher ist und der Aufstieg ca. 2 Stunden dauert. An dem Parkplatz angekommen haben wir uns mit Wasservorrat eingedeckt und sind losgelaufen. Der Weg war ziemlich steil und es kamen immer wieder Treppen, aber bis fast nach oben war es ziemlich einfach zu laufen. Als dann plötzlich nur noch Felsen da war und man den Felsen nach oben klettern musste wurde es schwieriger. Dort oben war es sehr windig und man brauchte einen festen Stand um nicht weg geweht zu werden, aber für die Aussicht hat sich der Aufstieg gelohnt. Man konnte sogar bis nach Brisbane (ca. 70km südlich) schauen und hatte die weiten der Glasshouse Mountains im Blick. Wieder unten angekommen ging es nach einem kurzen Mittagessen weiter nach Brisbane. 




Natural Bridge
Für den nächsten Tag war die Goldcoast geplant. Zuerst wollten wir aber noch ein bisschen Natur sehen und sind zur Natural Bridge gefahren. Eine Brücke, die ein Fels geformt hat. Der Weg dorthin war aber sehr schwer. Es ging 70 km nur Bergauf und es folgten gefühlte 10000 Kurven. Wir haben auf dem Weg auch fast kein anderes Auto gesehen und haben nur gehofft, dass wir nicht den gleichen Weg wieder zurück fahren müssen. Nach einer sehr langen Fahrt sind wir endlich angekommen und konnten zur Natural Bridge laufen. Dort ging ein Wasserfall durch den Felsen, das Ganze war sehr beeindruckend zu sehen.   
Natural Bridge

Surfers Paradise
Gegen Mittag wollten wir dann nach Surfers Paradise. Dort angekommen waren wir erstmal geschockt. Hier standen Hochhäuser an Hochhäuser und es waren viel zu viele Menschen um uns her rum. Es gab nur kostenpflichtige Parkplätze und selbst die konnte man nicht finden. Also sind wir nur einmal durch die Hauptstraße gelaufen und dann schnell wieder weiter. Nach vier Wochen in keiner richtig großen Stadt war das total ungewohnt und hektisch. Wir sind dann ein paar Kilometer weiter nördlich zu einer kleineren Stadt gefahren und haben uns dort Fish & Chips am Strand gegönnt. Der Fisch und die Pommes waren richtig lecker, wenn da nicht die nervigen Vögel gewesen wären, die uns unser Essen klauen wollten. Ein Vogel ist sogar von hinten angeflogen gekommen und hat der Marie die halbe Pommes aus dem Mund geklaut und in die Lippe gebissen. Als wir uns dann einen anderen Platz gesucht haben konnten wir die Vögel verscheuchen und den Nachmittag noch am Strand genießen. 

Für unsere vorletzte Nacht mit Harry wollten wir nochmal direkt am Strand schlafen. Wir haben uns dann wieder auf den Weg nach Brisbane gemacht und haben ca. in der Mitte zwischen Gold Coast und Brisbane einen schönen Platz direkt am Meer gefunden.
Für den letzten Tag wollten wir uns Brisbane anschauen. Mit der Fähre ging es in die Stadtmitte. Mit einer Stadtkarte gewappnet sind wir den ganzen Tag durch Brisbane geschlendert und haben uns die wichtigsten Dinge angeschaut. In Brisbane gibt es eine kostenlose Fähre, mit dieser sind wir einmal durch Brisbane durchgefahren, von dort hatte man den besten Blick auf die Skyline.
Für die letzte Nacht mit Harry wollten wir uns nochmal etwas gönnen und sind auf einen Campingplatz, außerdem haben wir auch mal wieder eine Dusche gebraucht. Leider gab es um Brisbane nicht viele Möglichkeiten für einen Campingplatz, deshalb mussten wir mehr als gewöhnlich zahlen. 40 Dollar für eine Nacht auf dem Campingplatz kam uns doch ein wenig viel vor, sonst haben wir immer zwischen 10 und 30 Dollar bezahlt. Der Campingplatz war aber sehr schön hergerichtet und wir standen zwischen Palmen und hatten unseren eigenen mit Palmen abgegrenzten Bereich.
Um 15 Uhr mussten wir Harry abgeben, davor haben wir noch versucht unsere Campingstühle irgendwem zu verkaufen, dies hat aber leider nicht geklappt. Jetzt wurden sie hoffentlich kostenlos denen nach uns überlassen. Wir haben Harry abgegeben hatten aber immer noch 6 Stunden, bis unser Flieger nach Sydney ging. Also sind wir mit allem Gepäck in Burger King und haben das WLAN ausgenutzt.
Rainbow Beach
Weiter geht’s in Sydney!!

Natural Bridge





Rainbow Beach

Glasshouse Mountains




Mount Ngungun

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