Blindes Vertrauen
Hier auf Bali ist es teilweise schwer sich zu verständigen. Die meisten Indonesier können nur wenige Brocken Englisch oder auch garnichts. Am besten verständigt man sich nur mit einzelnen Wörtern, Sätze werden nur schwer verstanden, wie wir nach einiger Zeit gemerkt haben.
Aufgrund der Sprachbarriere können leicht Missverständisse oder Irrtürmer entstehen, wie wir an diesem Tag erfahren mussten. Deshalb muss man einfach immer auf das Beste hoffen und an das Gute glauben.
Als wir von Gili Meno zurück nach Bali wollten wurde unser blindes Vertrauen ausgenutzt oder auch nicht, dass werden wir wohl nie erfahren. Aber zurück zum Anfang. Auf Gili Meno haben wir einen Tag zuvor in einer kleinen Hütte mit einem Plastikschild, auf dem Touristeninformation stand unsere Bootsfahrt von Gili Meno zurück nach Bali gebucht. Es ging von Gili Meno mit einem kleinen Boot auf die Nachbarinsel Gili Trawangan und von dort aus mit dem Speedboat nach Padangbai und von dort aus mit einem Transfer nach Ubud. Wir standen also in der Holzhütte und ein Indonesier hat uns erklärt, zu welchen Uhrzeiten Boote fahren und was für einen Preis er uns anbieten kann. Nachdem er uns den Preis von 450.000 Rupia (ca. 30 €) genannt hat und wir für die Hinfahrt 750.000 Rupia bezahlt haben, haben wir zugestimmt und eine Anzahlung von 150.000 Rupia (ca. 12€) geleistet. Das restliche Geld wollte er am nächsten Tag am Hafen abholen und wir haben unser Ticket bekommen.
also um 12 Uhr nach einem einstündigen Fußmarsch mit unseren Backpacks am kleinen Hafen auf Gili Meno und haben auf den Mann vom der Touristeninformation gewartet. Wir waren uns beide nicht mehr sicher, wie genau er aussah und das warten war erst vergeblich. Plötzlich kam ein Indonesier mit Mundschutz auf uns zu und hat uns begrüßt. Im ersten Moment haben wir ihn nicht erkannt und unsere Gesichter waren wohl ein wenig schockiert, wieso uns plötzlich einer mit Mundschutz anspricht.
Als das Misstvertändnis geklärt war haben wir ihm das restliche Geld gegeben.

Das Boot war ziemlich klein und es gab keine Schwimmwesten, außerdem mussten wir wieder durch das Wasser zum Boot laufen. Das ist bei der Hinfahrt schon schief gegangen und unsere Füße waren wegen den scharfen Korallen offen. Das eigentliche Problem war aber, dass der Bootsführer darauf bestand, dass wir ihm unser Ticket geben und es nicht mehr zurück bekommen. Auf unser Fragen, ob wir es nicht behalten können, um es auf Gili Trawangan den Speedboat Anbietern zeigen zu können bekamen wir im Chor nur zu hören "it's all organised, no worries". Da alle anderen Touristen ihre Tickets auch abgegeben haben, ging unser unwohles Gefühl relativ schnell wieder weg.
Bis wir auf Gili Trawangan waren. Die Bootsfahrt dorthin war sehr rau und ohne Schwimmwesten war es ein wenig gruselig. Auf Gili Trawangan angekommen ist unser Indonesier, bei dem wir die Tour gebucht haben ausgestiegen und in schnellen Schritten von uns weg gelaufen.
Wir haben uns auf unseren Weg zu dem genannten Speedboatanbieter gemacht und haben erklärt, dass wir es schon gebucht und bezahlt haben. Dieser wollte aber unbedingt ein Ticket von uns sehen. Da wir aber kein Ticket mehr hatten, weil wir es in Gili Meno dem Bootsfahrer geben mussten, konnten wir kein Ticket mehr vorzeigen. Nach einigen missglückten Erklärungsversuche unsererseits wollte der Indonesier aber immernoch ein Ticket und sagte uns, dass ohne Ticket nichts geht. Zwei Franzosen hatten dasselbe Problem. Der Indonesier erklärte uns, dass wir ein neues Ticket für 350.000 Rupia kaufen müssen, um auf das Boot nach Bali zu kommen. Da wir nicht wahrhaben wollten, dass wir so verarscht wurden sind wir in eine andere Touristeninformation und wollten, dass diese auf Gili Meno anrufen und das Missverständnis aufklären. Alle Indonesier haben sich auf dumm gestellt und wollten oder konnten uns nicht weiterhelfen. Unsere erfolglose Suche, nach dem Indonesier, der uns die Tickets verkauft hatte konnte uns auch nicht weiterbringen. Da uns dann gesagt wurde, dass nicht mehr viele Plätze auf dem Boot frei waren und wir uns schnell entscheiden sollten wurden wir unruhig. Die Franzosen hatten sich schon lange ein neues Ticket für jeweils 350.000 Rupia gekauft und wollten zur Polizei und es Anzeigen. Also blieb uns in diesem Moment nichts anders übrig, als in den sauren Apfel zu beißen und auch zwei neue Ticket für jeweils 350.000 Rupia zu kaufen. Umgerechnet haben wir also 50 € verloren und wurden verarscht.
Als wir uns schon damit abgefunden haben, dass wir dreist übers Ohr gehauen wurden wollten wir noch eine Flasche Wasser kaufen. Auf dem Weg zu einem kleinen Supermarkt konnte Julian dann mit seinen Adleraugen den vermeintlichen Betrüger ausfindig machen. Der Indonesier, der uns am Tag zuvor die Tickets verkauft hatte spazierte ganz lässig an uns vorbei. Julian ist dann schon ganz in Rasche auf ihn zugelaufen und wollte ihn zur Rede stellen. In ruhigen Worten haben wir ihm erklärt, dass wir gerade ein neues Ticket kaufen mussten und er doch bitte mit uns zu dem Speedboatanbieter kommen soll. Auf dem Weg zu dem Speedboatanbieter wurden seine Schritte immer langsamer und er hat verzweifelt versucht jemanden auf seinem Handy anzurufen. Das war eine sehr komische Situation und wir hatten jeden Moment Angst, dass er vielleicht doch noch die Flucht ergreift. Bei dem Speedboatanbieter angekommen diskutierten die Indonesier heiter miteinander und es wurde auch etwas lauter. Nach einigen erneuten erfolglosen Anrufen des Indonesiers hat er uns unser Geld für die Tickets zurückgegeben.
Wir konnten unser Glück noch garnicht fassen, dass der Ticketverkäufer in derselben Straße spaziert ist, in der wir unser Wasser kaufen wollten. Hätten wir ihn nicht mehr gefunden hätten wir 50 € - damit kann man hier ca. 4 Tage gut leben - verloren. Völlig glückerfüllt haben wir uns erstmal ein Eis gegönnt. Die Bootsfahrt war ganz okay und Julian wurde nicht übel!!!
Wieder auf Bali angekommen ging das Abenteuer weiter. Unser Shuttel nach Ubud war ein kleiner Bus für 12 Personen. Nach Ubud wollten aber 14 Personen, dass hatte zwei Probleme zur Folge. 1. war es viel zu viel Gepäck für den Bus und so musste der Fahrer jede Lücke nutzen und auch bei den Sitzen jede Ritze füllen. 2. nun ja 12 Sitzpltze, 14 Personen da erkennt man gleich wo des Problem liegt. So erklärte er uns kurzerhand, dass eine 2er Reihe ja eigentlich für 3 ist und die 3er Reihe für 4 Leute gedacht ist. Letztendlich saß Marie auf einem halben Sitz und eine andere ältere Dame auf dem Boden des Busses. Natürlich gab es auch keine Gurte zum anschnallen. Wir konnten die rasante Fahrt alle überleben und sind nach ingesamt 6 Stunden (uns wurde gesagt es dauert höchstens 3) in Ubud angekommen.
Ein weiteres Erlebnis, bei dem unser Vertrauen auf die Probe gestellt wurde, passierte heute. Wir
haben schon gestern verschiedene Taxifahrer angesprochen, wieviel es von Ubud nach Tannah Lot und danach nach Canggu kostet. Nachdem uns Preise von 800.000 Rupia (ca. 50 €) bis 350.000 Rupia (ca. 21€) genannt wurden konnten wir einen Fahrer auf 300.000 Rupia runter handeln. Er hat uns versichert, uns am nächsten Tag um 9 vom Hotel abzuholen. Wir hatten keinen Namen, wussten nicht wie sein Auto aussah und konnten nur hoffen, dass er um 9 Uhr vor unserem Hotel steht. Wir wurden überrascht und er war sogar überpüntklich vor unserem Hotel gestanden. Der Fahrer ist sehr gut gefahren und wir konntn uns sicher fühlen. Bei dem Tempel Tannah Lot angekommen waren alle unsere Rucksäcke in seinem Auto und wir konnten unsere großen Rucksäcke nicht mit in den Tempel nehmen sondern mussten sie zurücklassen.
Wieder konnten wir nur hoffen, dass er nicht mit unseren Rucksäcken wegfährt, abgesehen davon waren sowieso keine Wertsachen in den großen Rucksäcken. Sicherheitshalber haben wir uns noch das Nummernschild aufgeschrieben und sind los zu dem Tempel. Wieder am Parkplatz angekommen stand das Auto nicht mehr dort, wo wir ausgestiegen sind, obwohl er uns versichert hat, dass er genau hier wartet. Nach einigen Runden um den Parkplatz konnten wir das Auto immernoch nicht sehen. Wir wollten es nicht wahr haben, dass wir schon wieder verarscht wurden und nun unsere ganzen Klamotten weg sind. Da haben wir plötzlich das Nummernschild erblicken können. Dort angekommen waren alle unsere Rucksäcke noch im Kofferraum und unser Fahrer saß gemütlich in einem Imbiss und hat etwas gegessen.
Das letzte Mal wird unser Vertrauen und Glück nun morgen früh gebraucht. Wir haben einen Taxi auf 7 Uhr bestellen lassen, um uns zum Flughafen zu bringen. Die Taxis sind aber nicht gerade die zuverlässigsten. Mal sehen, ob wir am Flughafen ankommen!
Aufgrund der Sprachbarriere können leicht Missverständisse oder Irrtürmer entstehen, wie wir an diesem Tag erfahren mussten. Deshalb muss man einfach immer auf das Beste hoffen und an das Gute glauben.
Als wir von Gili Meno zurück nach Bali wollten wurde unser blindes Vertrauen ausgenutzt oder auch nicht, dass werden wir wohl nie erfahren. Aber zurück zum Anfang. Auf Gili Meno haben wir einen Tag zuvor in einer kleinen Hütte mit einem Plastikschild, auf dem Touristeninformation stand unsere Bootsfahrt von Gili Meno zurück nach Bali gebucht. Es ging von Gili Meno mit einem kleinen Boot auf die Nachbarinsel Gili Trawangan und von dort aus mit dem Speedboat nach Padangbai und von dort aus mit einem Transfer nach Ubud. Wir standen also in der Holzhütte und ein Indonesier hat uns erklärt, zu welchen Uhrzeiten Boote fahren und was für einen Preis er uns anbieten kann. Nachdem er uns den Preis von 450.000 Rupia (ca. 30 €) genannt hat und wir für die Hinfahrt 750.000 Rupia bezahlt haben, haben wir zugestimmt und eine Anzahlung von 150.000 Rupia (ca. 12€) geleistet. Das restliche Geld wollte er am nächsten Tag am Hafen abholen und wir haben unser Ticket bekommen.
Als das Misstvertändnis geklärt war haben wir ihm das restliche Geld gegeben.

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| Das Boot |
Das Boot war ziemlich klein und es gab keine Schwimmwesten, außerdem mussten wir wieder durch das Wasser zum Boot laufen. Das ist bei der Hinfahrt schon schief gegangen und unsere Füße waren wegen den scharfen Korallen offen. Das eigentliche Problem war aber, dass der Bootsführer darauf bestand, dass wir ihm unser Ticket geben und es nicht mehr zurück bekommen. Auf unser Fragen, ob wir es nicht behalten können, um es auf Gili Trawangan den Speedboat Anbietern zeigen zu können bekamen wir im Chor nur zu hören "it's all organised, no worries". Da alle anderen Touristen ihre Tickets auch abgegeben haben, ging unser unwohles Gefühl relativ schnell wieder weg.
Bis wir auf Gili Trawangan waren. Die Bootsfahrt dorthin war sehr rau und ohne Schwimmwesten war es ein wenig gruselig. Auf Gili Trawangan angekommen ist unser Indonesier, bei dem wir die Tour gebucht haben ausgestiegen und in schnellen Schritten von uns weg gelaufen.
Wir haben uns auf unseren Weg zu dem genannten Speedboatanbieter gemacht und haben erklärt, dass wir es schon gebucht und bezahlt haben. Dieser wollte aber unbedingt ein Ticket von uns sehen. Da wir aber kein Ticket mehr hatten, weil wir es in Gili Meno dem Bootsfahrer geben mussten, konnten wir kein Ticket mehr vorzeigen. Nach einigen missglückten Erklärungsversuche unsererseits wollte der Indonesier aber immernoch ein Ticket und sagte uns, dass ohne Ticket nichts geht. Zwei Franzosen hatten dasselbe Problem. Der Indonesier erklärte uns, dass wir ein neues Ticket für 350.000 Rupia kaufen müssen, um auf das Boot nach Bali zu kommen. Da wir nicht wahrhaben wollten, dass wir so verarscht wurden sind wir in eine andere Touristeninformation und wollten, dass diese auf Gili Meno anrufen und das Missverständnis aufklären. Alle Indonesier haben sich auf dumm gestellt und wollten oder konnten uns nicht weiterhelfen. Unsere erfolglose Suche, nach dem Indonesier, der uns die Tickets verkauft hatte konnte uns auch nicht weiterbringen. Da uns dann gesagt wurde, dass nicht mehr viele Plätze auf dem Boot frei waren und wir uns schnell entscheiden sollten wurden wir unruhig. Die Franzosen hatten sich schon lange ein neues Ticket für jeweils 350.000 Rupia gekauft und wollten zur Polizei und es Anzeigen. Also blieb uns in diesem Moment nichts anders übrig, als in den sauren Apfel zu beißen und auch zwei neue Ticket für jeweils 350.000 Rupia zu kaufen. Umgerechnet haben wir also 50 € verloren und wurden verarscht.
Als wir uns schon damit abgefunden haben, dass wir dreist übers Ohr gehauen wurden wollten wir noch eine Flasche Wasser kaufen. Auf dem Weg zu einem kleinen Supermarkt konnte Julian dann mit seinen Adleraugen den vermeintlichen Betrüger ausfindig machen. Der Indonesier, der uns am Tag zuvor die Tickets verkauft hatte spazierte ganz lässig an uns vorbei. Julian ist dann schon ganz in Rasche auf ihn zugelaufen und wollte ihn zur Rede stellen. In ruhigen Worten haben wir ihm erklärt, dass wir gerade ein neues Ticket kaufen mussten und er doch bitte mit uns zu dem Speedboatanbieter kommen soll. Auf dem Weg zu dem Speedboatanbieter wurden seine Schritte immer langsamer und er hat verzweifelt versucht jemanden auf seinem Handy anzurufen. Das war eine sehr komische Situation und wir hatten jeden Moment Angst, dass er vielleicht doch noch die Flucht ergreift. Bei dem Speedboatanbieter angekommen diskutierten die Indonesier heiter miteinander und es wurde auch etwas lauter. Nach einigen erneuten erfolglosen Anrufen des Indonesiers hat er uns unser Geld für die Tickets zurückgegeben.
Wir konnten unser Glück noch garnicht fassen, dass der Ticketverkäufer in derselben Straße spaziert ist, in der wir unser Wasser kaufen wollten. Hätten wir ihn nicht mehr gefunden hätten wir 50 € - damit kann man hier ca. 4 Tage gut leben - verloren. Völlig glückerfüllt haben wir uns erstmal ein Eis gegönnt. Die Bootsfahrt war ganz okay und Julian wurde nicht übel!!!
Wieder auf Bali angekommen ging das Abenteuer weiter. Unser Shuttel nach Ubud war ein kleiner Bus für 12 Personen. Nach Ubud wollten aber 14 Personen, dass hatte zwei Probleme zur Folge. 1. war es viel zu viel Gepäck für den Bus und so musste der Fahrer jede Lücke nutzen und auch bei den Sitzen jede Ritze füllen. 2. nun ja 12 Sitzpltze, 14 Personen da erkennt man gleich wo des Problem liegt. So erklärte er uns kurzerhand, dass eine 2er Reihe ja eigentlich für 3 ist und die 3er Reihe für 4 Leute gedacht ist. Letztendlich saß Marie auf einem halben Sitz und eine andere ältere Dame auf dem Boden des Busses. Natürlich gab es auch keine Gurte zum anschnallen. Wir konnten die rasante Fahrt alle überleben und sind nach ingesamt 6 Stunden (uns wurde gesagt es dauert höchstens 3) in Ubud angekommen.
Ein weiteres Erlebnis, bei dem unser Vertrauen auf die Probe gestellt wurde, passierte heute. Wir
| Tannah Lot |
Wieder konnten wir nur hoffen, dass er nicht mit unseren Rucksäcken wegfährt, abgesehen davon waren sowieso keine Wertsachen in den großen Rucksäcken. Sicherheitshalber haben wir uns noch das Nummernschild aufgeschrieben und sind los zu dem Tempel. Wieder am Parkplatz angekommen stand das Auto nicht mehr dort, wo wir ausgestiegen sind, obwohl er uns versichert hat, dass er genau hier wartet. Nach einigen Runden um den Parkplatz konnten wir das Auto immernoch nicht sehen. Wir wollten es nicht wahr haben, dass wir schon wieder verarscht wurden und nun unsere ganzen Klamotten weg sind. Da haben wir plötzlich das Nummernschild erblicken können. Dort angekommen waren alle unsere Rucksäcke noch im Kofferraum und unser Fahrer saß gemütlich in einem Imbiss und hat etwas gegessen.
Das letzte Mal wird unser Vertrauen und Glück nun morgen früh gebraucht. Wir haben einen Taxi auf 7 Uhr bestellen lassen, um uns zum Flughafen zu bringen. Die Taxis sind aber nicht gerade die zuverlässigsten. Mal sehen, ob wir am Flughafen ankommen!



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