Atherton Tablelands, oder auch Österreich

Wir haben Rote Erde gesehen, obwohl wir noch garnicht im richten Outback sind!


Nachdem wir soweit im Norden waren, wie man mit einem normalen Auto fahren kann ging es weiter in Richtung Süden. Wir wollten uns das Inland anschauen, weil wir bis jetzt nur an der Küste waren. 
Auf dem Weg in die Atherton Tablelands haben wir noch einen kurzen Stopp in Kurunda gemacht, eine Hippie & Aussteiger Stadt. Kurunda war aber gar nicht so Hippie mäßig, hier wurden eher die Chinesen mit Bussen eingefahren und haben den Markt mit „echter Australischer Aboriginalkunst“ made in China aufgekauft. 


Als wir an unserem Schlafplatz direkt am Highway angekommen sind, haben wir fälschlicherweise neben einem anderen Camper angehalten, weil wir dachten, dass wir die beiden noch von Cape Tribulation kennen. Nachdem wir mit den anderen beschlossen haben noch ein Stück weiter zu fahren und die Nacht zusammen auf einem Campingplatz zu verbringen sind wir den anderen hinterher gefahren. Als wir dann in unserem Camper saßen ist uns aufgefallen, dass die anderen plötzlich einen Dialekt hatten, den sie gestern Abend noch nicht hatten. Da wir uns anscheinend beide keine Gesichter merken können ist uns irgendwann eingefallen, dass das nicht die vom Cape Tribulation Campingplatz sind, sondern das wir das Pärchen in Singapure am Flughafen kennengelernt haben. 

Campingplatz in Malanda
Auf dem Campingplatz in Malanda, also ca. 100 km von der Küste entfernt hatten wir einen schönen Platz auf einer riesigen leeren Wiese. Direkt vor uns waren noch Hühner und ein Schwein, man hat sich wie auf einem Bauernhof gefühlt.
Abends haben wir dann ein Lagerfeuer gemacht, weil es immer kälter wurde. Hier hat man den Unterschied erst richtig gemerkt, wie kalt es im Winter wirklich im Inland ist. Bei gefühlten 0 Grad (wir wissen immer noch nicht wie kalt es wirklich war) wurde unser Feuer immer kleiner. Ohne war es aber einfach zu kalt, also sind wir im Dunkeln nochmal auf die Suche nach Holz gegangen. Glücklicherweise sind wir keinen Schlangen oder Spinnen begegnet. Irgendwann war unser Feuer dann leider doch aus und wir mussten in Camper. In der Nacht hat uns unser dritter Schlafsack gerettet. Wir hatten beide alle unsere Sachen übereinander an und es war trotzdem mit 2 Schlafsäcken noch kalt.
Unsere Bekannten vom Flughafen sind dann am nächsten Tag wieder in Richtung Küste gefahren, weil es ihnen zu kalt war.
Wir sind aber noch 2 Tage im Inland geblieben. 
Lake Eacham

Als es gegen 11 Uhr Vormittags wieder wärmer wurde haben wir uns auf den Weg zu einem See gemacht, wo wir Mittag gegessen haben.


Unser Schlafplatz für diese Nacht war ein Lookout, auf 1100 Meter Höhe, irgendwo im nirgendwo selbst ohne Toiletten. An dem Lookout angekommen konnten wir erst garnicht glauben, dass wir hier die Nacht verbringen. Wie hatten einen 360 Grad Blick über die Atherton Tablelands.

Ausblick bei unserem Schlafplatz beim Mc Hugh Lookout











Nachdem wir den Sonnenuntergang beoachtet haben und es dunkel wurde, wurde es ein wenig gruselig. Weit und breit war kein Haus und vorallem auch keine Menschen zu sehen. Aber wir konnten, ohne von exotischen Tieren überfallen zu werden gut schlafen;)  Frühs, um 6 Uhr standen plötzlich zwei Australier mit Peitschen vor unserem Camper. Nach dem ersten Schreck hat sich rausgestellt, dass sie auch nur den Sonnenaufgang anschauen wollen und mit ihren Peitschen (es gibt bestimmt ein spezielles Wort dafür:D) Fotos machen wollten.  
Sonnenaufgang, sehr kalt!
Die Tablelands erinnern in vielen Hinsichten an Österreich. Die Wasserfälle, die wir am nächsten Tag angeschaut haben hätten auch in Österreich sein könn

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